Philipp Schröter hält Sachsens Fahnen beim Sichtungswettkampf der Deutschen Triathlon Union in Potsdam hoch
Ausgerechnet zur Sichtung hat der eine einen schlechten Tag, ausgerechnet zur Sichtung fällt der andere aus. Gemeint sind Philipp Schröter und Paul Clauß. Am Tag vor der Sächsischen Kadersichtung in Chemnitz sollten beide zum Überprüfungswettkamp im Schwimmen und Laufen gegen Deutschlands Elite in Potsdam teilnehmen.
Während Paul, wie bereits zur Sichtung im November, vom Pech verfolgt wurde und durch eine Erkältung zu Hause bleiben musste, erwischte Philipp nicht den besten Tag. In 9:55 Minuten über 800m Kraul blieb er deutlich unter den gewohnten Trainingsleistungen- und verursachte bei den Trainern etwas Ratlosigkeit. Mit einem gesunden Maß Wut im Bauch sollte im abschließenden 5km-Lauf die Konkurrenz geärgert werden. Nach zwei Kilometern ging die Gruppe trotz widriger Bedingungen (-3 °C und Wind) vielversprechend bei 6'33'' durch. Kurz darauf führten Atemprobleme dazu, dass Philipp die Geschwindigkeit nicht halten konnte und die Gruppe weglief. So stoppte am Ende die Uhr bei 17:32 Minuten.
Die Enttäuschung saß tief, da nicht die angepeilte Kadernorm erreicht wurde. Woher die Probleme kamen, konnte nicht geklärt werden. Bleibt zu hoffen, dass sich die beiden Landeskader nicht gegenseitig angesteckt haben. Leider wurden sie nicht für die ausgezeichnete Trainingsarbeit des Winters belohnt. Noch nicht.
Zum anderen muss man sagen, dass unsere Sportler auch an schlechten Tagen zur Deutschen Spitze gehören. Philipp Schröter beendete den Wettkampf in der Addition der Einzelzeiten auf Platz elf. Die große Leistungsdichte in der Altersklasse Jugend A zeigt allein, dass Platz zwei und Platz 12 lediglich eine Minute trennen. Spitzenresultate sind durch Sächsische Athleten möglich. Wir wollen es im Deutschlandcup und zu den Deutschen Meisterschaften im Laufe des Sommers zeigen. Bundesnachwuchstrainer Ralf Schmiedeke formulierte zum Abschluss dazu die treffenden Worte: "Die Vorbereitung dauert noch sehr lange. Es ist noch viel Zeit und am Ende wird abgerechnet."
Einen Tag nach dem Wettkampf konnte die Ursache nun geklärt werden. Philipp hat sich einen Infekt eingefangen, welcher sich bereits unter Belastung bemerkbar machte. Jetzt gilt es gesund zu werden, die Vorbereitung weiter zu führen und mit neuem Mut und den nun gewonnenen Erkenntnissen im Wettkampf richtig anzugreifen.
gn (07.03.2010)
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